Wassersportler blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück

Am 15. Dezember feierten die Wassersportler des VfL Brohl ihre Weihnachtsfeier im Bürgerhaus. Die Feier ist traditionell mit verschiedenen Rückblicken auf die vergangene Saison verbunden.

Zunächst wurden die Wanderfahrerabzeichen des Deutschen Kanuverbandes (DKV) verliehen. Eine Ehrennadel die für das Erreichen einer bestimmten Kilometerzahl in der Saison verliehen wird. Diese Auszeichnung konnten in diesem Jahr 8 Paddler des VfL erreichen. Darüber hinaus wird der fleißigste Paddler der Vereinsjugend als Vereinsmeister gekührt. In diesem Jahr konnte sich Oliver Lejeune mit einem knappen Vorsprung vor Max und Mathias Doll durchsetzen und sich auf der Ehrentafel des Vereins verewigen.

Ein weitere Rückblick ist durch die bereits im 11. Jahrgang erschiene Vereinszeitschrift "Hantelraum Echo" gegeben, die die schönsten Touren und Veranstaltungen in Wort und Bild zusammenfasst.

Wie jedes Jahr wurde allerdings die Rede des Nikolaus der Höhepunkt der Veranstaltung. Der Nikolaus lobt die Sportler für die tollen Touren und das Engagement. Erinnert mit der Unterstützung des Knecht Rubrecht aber auch an Missgeschicke oder Unartigkeiten und mahnt zur Besserung.

Im nächsten Jahr werden die Wassersportler erneut auf eine vielfältige Programm zurückblicken können. In 2019 sollen zwei große Veranstaltungen in den Brohler Rheinanlagen zu den Highlights gehören:

- Am Wochenende zum 18. August wird wieder das 10er-Kanadierrennen stattfinden, zu dem alle Firmen- und Hobbymannschaften eingeladen sind, sich als Team dem sportlichen Wettkampf zu stellen und einen gemütlichen und spaßigen Tag am Rhein zu verbringen.

- Vom 06. bis zum 08. September wird ein großes Jugend-Wochenende angeboten. Dieses Jugendwochenende wird die Jugendlager des Gesamt-VfL und des Kanuverband-Rheinland vereinen. Zu dem Zeltlager mit ausgiebigen Spielen am und im Wasser sind auch alle Kinder und Jugendlichen eingeladen, die das Kanufahren einmal ausprobieren möchten.

Weiße Weihnachten

Wer von weißen Weihnachten träumt kam auf unserer Nikolausfahrt am 09. Dezember 2018 fast auf seine Kosten.

Die Wettervorhersage war alles andere als gut. Eine Unwetterwarnung auf WetterOnline sagte starken Regen und frischen Boen bis zu 70 km/h voraus. Simon Hartmann hatte dennoch für 11 Uhr zum Bootshaus geladen. Für die kurze Tour vom schrumpfenden Atomkraftwerk in Mühlheim-Kärlich bis nach Brohl die beste Zeit. Der Morgen war bewölkt und eher ruhig. So waren tatsächlich 5 Teilnehmer am Start.

Bereits auf der Einstiegs-Rampe in Mühlheim-Kärlich setzte leichter Regen ein, der die Gruppe bis Andernach begleitete. Im "Andernacher Loch" war es tatsächlich ruhig und trocken. Die Ruhe vor dem Sturm! Um die Ecke in Leutesdorf konnte man bereits das vorhergesagte Unwetter heranziehen sehen. Eine wunderschöne weiße Wand verschluckte gerade die Insel Hammerstein. Es dauerte keine 5 Minuten und die frischen Boen peitschten kleine Hagelkörner in die Gesichter der Unerschrockenen. Gebremst von Gegenwind kämpften sich die Fünf in den Brohler Heimathafen.

Durchgefroren und glitsch Nass freute man sich auf eine heiße Dusche im Bootshaus und einen wärmenden Kaffee in des Vorsitzenden Wohnzimmer - ein guter Ort um den Sonnenstrahlen des Nachmittags zuzusehen.

Die Kanu-AG der Leo-Stausberg-Grundschule

Zum zweiten Mal startete dieses Jahr nach den Osterferien die Kanu-AG mit der Leo-Stausberg-Schule. Jedes Kind von der ersten bis zur vierten Klasse kann an dieser AG teilnehmen. Voraussetzung ist lediglich ein bronzenes Schwimmabzeichen.

Einmal die Woche trafen sich 6-7 Kinder um 14 Uhr am Bootshaus, um dann den Hafen unsicher zu machen. Mit Schwimmweste, Spritzdecke, Paddel und Boot ausgestattet, startet die Gruppe vom Bootshaus in den Hafen. Zum Anfangen wurden normal Grundschläge wie Geradeausfahren, Rückwärtspaddeln, Bogenschläge und Konterschläge erlernt.

Als es dann so richtig warm wurde, wurde unter der Anleitung der Trainer Paul Segl und Tobias Mannheim das Kentertraining durchgeführt. Zu Anfang noch etwas verhalten bekam das Mädel und die Jungs gar nicht mehr genug vom Umkippen. Mit offener Spritzdecke, geschlossener Spritdecke, mit und ohne Paddel, nichts konnte die Rasselbande erschrecken. Die ganz Mutigen tauchten nach der Kenterung in das gekentert Boot und nutzten es als eine Art Taucherglocke.

Viele der Kids haben so viel Spaß am Kajakfahren und besuchen nun ebenfalls das Training welches durch den Verein angeboten wird.

Bis zu den Herbstferien wurde bei Wind und Wetter im Hafen trainiert. Nun heißt es bis zum Ende der Osterferien warten, damit es dann wieder heißt KANU-AG 2019.

Auf den Spuren von Vater Rhein

Der Rhein ist weltbekannt für sein UNESCO Welt-Kulturerbe im Mittelrheintal. Die tolle Strecke von Bingen nach Koblenz, gesäumt von vielen mittelalterischen Burgen und Festungen, gehört für die Brohler Kanuten zu den häufiger befahrenen Abschnitten bei Wanderfahrten.

Vergleichsweise unbekannt ist das zweite Weltkulturerbe des Rheins. Die Kalkschluchten des Vorderrheins bei Flims in der Schweiz - die „Flimser Schlucht“ - gehört gerade deshalb alle vier Jahre zu den beliebten Zielen der Brohler Wassersportler.
Bei der traditionellen Wildwassertour über das verlängerte Fronleichnam-Wochenende waren in diesem Jahr 37 Brohler Paddler unterwegs. Von dem Campingplatz in Carrera konnten bei eher hohen Wasserständen verschiedene Abschnitte des Vorderrheins befahren werden. Aufgeteilt in 4 Gruppen - ordentlich durchmischt von Anfängern und Profis, um die benötigte Sicherheit zu gewährleisten - wurden die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade befahren. Immer mit dabei: Die vier Duo-Topos des Vereins. Zweier-Wildwasserkajaks, die es erfahrenen Paddlern ermöglicht auch Ungeübte auf dem Wildwasser mitzunehmen.


Nach den gemeinsamen Paddeltouren standen diverse Alternativprogramme zur Auswahl. Ob Wanderungen, eine kurze Fahrradtour, eine Paddeltour auf schwierigeren Nebenbächen oder einfach Kaffeetrinken. Die Zeit bis zum gemeinsamen Kochen und Abendessen war stets kurzweilig.

 

Pfingstlager 2018

 

Das lange Pfingstwochenende nutzten die Brohler Kanuten zu einem Trainingslager in Hüninque. Hüninque liegt im Dreiländereck bei Basel. Dort gibt es eine künstlich angelegte Wildwasserstrecke in einem französischen Seitenkanal des Rheins. 25 Teilnehmer waren angereist und hatten ihre Zelte auf dem Dreiländercamping in Lörrach aufgeschlagen. Von dort ist der Kanal in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Die Wildwasserstrecke bietet Abschnitte mit unterschiedlichen Schwierigkeiten. Hier konnten sich die Könner austoben und die Anfänger ausprobieren. Zum ersten Mal waren auch Schüler der Kanu-AG der Grundschule Brohl dabei, die bei der Gelegenheit nicht nur Paddeln erlernen sondern auch das Lagerleben in der Gemeinschaft kennenlernten.